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Bosch Software Innovations
Software Innovations · Energiemanagement
ewz - Elektrizitätswerk der Stadt Zürich
Elektrizitätswerk der Stadt Zürich

Transportplattform im Dienste des Energiedatenmanagements

Marktkonforme Abwicklung von Wechselprozessen mit Bosch Software Innovations
Anwenderbericht
"Nach der Integration der Prozesse für den Schweizer Strommarkt und ersten Erfahrungen mit inubit waren wir vom Potenzial der Software überrascht. Die gebotenen Möglichkeiten werden wir auf weitere Unternehmensbereiche ausweiten [...]"
Andreas Eilingsfeld, Projektverantwortlicher, ewz

Anforderungen

Im liberalisierten Strommarkt galt es, Prozesse nachvollziehbar zu gestalten und als einer der Hauptakteure im Schweizer Energiemarkt die Standards zur Abwicklung von Wechselprozessen marktkonform zu erfüllen:

  • Automatisierung der Messdatenaustausch- und Wechselprozesse sowie deren Umsetzung gemäß den Branchendokumenten SDAT und MC-CH
  • Integration der stark heterogenen IT-Landschaft
  • Aufgrund knapper Ressourcen und zeitnaher Umsetzungspflicht: keine Eigenentwicklung, sondern ein am Markt erprobtes Standardprodukt

Lösungsweg und Ergebnisse

Lösungsweg
inubit überzeugte als einzige vollumfängliche Lösung zur Erfüllung der Anforderungen:

  • Vollständige Automatisierung des Transports der Mess- und Fahrplandaten gemäß SDAT über FTP, E-Mail-Kommunikation als Rückfallebene
  • Integration der Energiedatenmanagement- und Energiewirtschafts-Systeme
  • Nutzung des vorkonfigurierten Prozesspaketes „ebIX LW“ für Lieferantenwechsel

Ergebnisse
Über die Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben hinaus profitiert ewz durch inubit von:

  • Zeit- und Kosteneinsparungen durch schnellere Umsetzung von Änderungen an der Systemlandschaft
  • Einsparung von Personalkosten für die Systembedienung aufgrund einfacher Handhabe
  • Automatisierung der Abläufe bei Lieferantenwechsel mit vollständiger Marktöffnung
  • Automatisierung unternehmensinterner Prozesse

Neue Herausforderungen durch Liberalisierung

Mit der im Jahr 2007 durch das Stromversorgungsgesetz (StromVG) beschlossenen Liberalisierung im Schweizer Energiemarkt sah sich ewz neuen Herausforderungen gegenüber gestellt. Unter gleichzeitigem Kostendruck galt es, zusätzliche Aufgaben im Bereich des Marktdatenaustauschs wahrzunehmen. Der neu geschaffenen Wettbewerbssituation sollte nach internen Vorgaben zum Einen durch eine höhere Nachvollziehbarkeit und Effizienz der Prozesse Rechnung getragen werden. Darüber hinaus verfolgte man bei ewz das Ziel, als einer der großen Player in der Schweizer Energiebranche die Vorgaben zur Abwicklung von Wechselprozessen marktkonform zu erfüllen.
Von der ersten Stufe der Marktöffnung in den Jahren 2009 bis 2013 sind zunächst alle Kunden mit einem Jahresverbrauch über 100 MWh betroffen, die ihren Stromanbieter nun frei wählen können. Im Gegensatz zu den am freien Markt erhältlichen Marktpreisen werden Kunden, die diesen Wechsel nicht vollziehen, vom Grundversorger weiterhin zu kostenbasierten Preisen versorgt. In einer zweiten Stufe können ab 2013 voraussichtlich alle Kunden ihren Stromlieferanten frei wählen.

Vorgaben für den standardisierten Datenaustausch

Die durch Branchenvertreter unter Federführung des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen erarbeiteten Branchendokumente „Umsetzungsdokument für die standardisierten Datenaustausch-Prozesse im Strommarkt Schweiz“ (SDAT) und „Metering Code Schweiz“ (MC-CH) beschreiben die Datenaustauschprozesse, die in der ersten Stufe der Strommarktliberalisierung anfallen.
Insbesondere werden Standards für den Messdatenaustausch, Wechselprozesse und deren Umsetzung definiert, die einen automatisierten Ablauf aller anfallenden Prozesse ermöglichen. Diese Standards sind von den Energieversorgungsunternehmen mit in Kraft treten der Liberalisierung entweder selbst oder in Zusammenarbeit mit einem Dienstleister umzusetzen.
Um als Energieversorger der Stadt Zürich diese Vorgaben zu erfüllen, suchte man bei ewz nach einer Lösung, um die Wechselprozesse gemäß den Schweizer Branchendokumenten abzubilden und Mess- und Energiedaten nachvollziehbar und effizient zu transportieren. Die benötigte Middleware musste dabei leistungsfähig genug sein, um eine stark heterogene IT-Landschaft zu vernetzen.

Aufgrund der begrenzten Ressourcenverfügbarkeit und der zeitnahen Umsetzungspflicht konnte die zunächst geplante Individuallösung nicht realisiert werden. Darüber hinaus waren den Mitarbeitenden von ewz die Prozesse, die es zu standardisieren galt, vollkommen unbekannt, was eine Inhouse-Lösung zusätzlich erschwerte. Auf der Suche nach einem am Markt erhältlichen und erprobten Standardprodukt fiel Bosch Software Innovations als einziger Lieferant einer vollumfänglichen Lösung zur Erfüllung der vorgegebenen Anforderungen auf. Schließlich überzeugte die BPMSoftware inubit mit seinen für den Energiemarkt vorkonfigurierten Prozesspaketen, die ewz umgehend „out-of-the-Box“ zur Verfügung standen.

"Um noch mehr von den Vorteilen der Prozessüberwachung mit inubit zu profitieren, wird dieser Aspekt in Zukunft, etwa durch eine Visualisierung der Prozessüberwachung, weiter ausgebaut."

Transportplattform mit vorkonfigurierten Prozesspaketen

Im Rahmen einer Testphase wurde zunächst ein Testsystem für den Transport der Mess- und Energiedaten auf einem virtuellen PC installiert. Parallel dazu fanden erste InhouseSchulungen und Workshops zur Einführung der Mitarbeitenden in die Handhabe der Software statt.
Vor Einsatz von inubit wurden die Daten zwischen den diversen im Einsatz befindlichen Systemen und externen Marktakteuren über verschiedene Kommunikationskanäle ausgetauscht. Nach erfolgreicher Testphase und Produktivsetzung des Systems werden jetzt bei ewz mittels inubit täglich über 600 Datenaustausch-Prozesse gebündelt und die Vielzahl von vernetzten Systemen verarbeitet, wobei die Tendenz weiter steigend ist.

Sowohl das Energiedatenmanagement-System (EDM) als auch das Energiewirtschafts-System (EWS) konnten integriert werden, so dass die von diesen Systemen bereitgestellten Daten für den Kommunikationsbedarf von inubit sicher von und zu den Marktakteuren transportiert werden können.
inubit wird dabei auf zwei physikalischen Servern eingesetzt, die als Microsoft Cluster Server betrieben werden, um eine höchstmögliche Verfügbarkeit zu garantieren. Entsprechend dem Branchendokument SDAT werden Daten vorzugsweise über FTP übermittelt. Mit dem Austausch über E-Mail als Rückfallebene wurde die Verfügbarkeit weiter erhöht, wodurch auch bei Ausfall eines FTP-Servers der reibungslose Transfer der Daten ohne manuellen Eingriff sichergestellt ist.

Datenbanken und Prozesse

Als Datenbank kommt ein SQL-Server 2008 zum Einsatz, der sowohl für die Historisierung der Nachrichten, als auch für die Speicherung der Setup- und Prozessinformationen zur Verfügung steht. Durch diese Bündelung des Datenaustausches können bei ewz bereits heute Aufwände erheblich reduziert werden. Darüber hinaus bedeutet dies für zukünftige Änderungen an der Systemlandschaft deutlich niedrigere Kosten und eine kürzere Umsetzungsdauer, da Anpassungen lediglich an einer Stelle und nicht für jedes System einzeln vorzunehmen sind.
Während die Prozesse für den Transport der Mess- und Fahrplandaten schon heute vollständig automatisiert sind, werden die bei einem Lieferantenwechsel anfallenden Abläufe erst mit der vollständigen Marktöffnung komplett automatisiert.

Das dafür vorkonfigurierte Prozesspaket „ebIX LW“ kann bei Bedarf jederzeit im Rahmen des Wartungsvertrags von inubit mit geringem Aufwand an sich ändernde Gegebenheiten angepasst werden. Es sieht bereits die Integration zu verschiedenen EDM-Systemen, wie zum Beispiel SAP, über klar definierte Zugangspunkte vor und gewährleistet andererseits auch die notwendige Flexibilität bei Änderungen in der Systemlandschaft.
Aufgrund der Vielfalt der eingesetzten Systeme bedeutet die neu gewonnene medienbruchfreie Stammdatenverteilung einen großen Vorteil für ewz. Ganz nebenbei wird auch das jährliche Reporting für den Regulator deutlich vereinfacht.

Integrierte Prozesskontrolle spart real Kosten ein

Mit zunehmender Agilität im Schweizer Energiemarkt wird der Umfang der Datenaustausch-Prozesse, die über inubit abgewickelt werden, noch weiter zunehmen. Über die Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben hinaus konnte ewz durch inubit auch an anderer Stelle deutliche Vorteile erzielen. So werden beispielsweise aufgrund der einfachen Handhabe der Software Personalkosten für die Systembedienung eingespart. Außerdem werden dank der gesteigerten Betriebssicherheit, der Nachvollziehbarkeit der Prozesse und der integrierten Dokumentation die Aufwände zur Prozesskontrolle erheblich reduziert und dadurch real Zeit und Kosten eingespart.

Die Mitarbeitenden von ewz schulen sich derzeit vertieft im Umgang mit der BPM-Software, um zukünftig auch ganze Prozesse eigenständig realisieren zu können. Denn auch unternehmensinterne Prozesse sollen dann bald über inubit automatisiert und dadurch weitere Kosten eingespart werden. Zum Beispiel die Erfassung eingehender Rechnungen mit Hilfe von Scannern, die Freigabeprozesse in Abhängigkeit von Betrag und Durchlaufzeit priorisiert und eine automatische Verbuchung im Buchhaltungssystem vornimmt, bergen für ewz weitere Kostensenkungspotenziale.

Über die ewz

ewz ist als Unternehmen der Stadt Zürich und vertikal integriertes Werk eines der wenigen Unternehmen, das Energie produziert, handelt, transportiert und verteilt. Mit über 900 Mitarbeitenden, davon 100 in Graubünden, zählt ewz zu den zehn grössten Energiedienstleistungs-Unternehmen in der Schweiz. ewz bietet Produkte und Dienstleistungen an, die über die eigentlichen Kernkompetenzen hinausgehen. Dazu gehören die Energieberatung sowie die Geschäftsfelder Energiedienstleistungen, Telecom und Netzdienstleis tungen. Zudem betreut ewz die öffentliche Beleuchtung und die Uhren in der Stadt Zürich. Mit der ewz.solarstrombörse ist ewz ein Vorreiter für erneuerbare Energien.

ewz

Ihr Ansprechpartner für weitere Fragen

Steffen Lehmann
Steffen Lehmann
Director Sales

Unsere Kunden sind begeistert von unseren Lösungen für Energiemanagement

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