Bosch Software Innovations
Software Innovations · Bosch IoT Suite
EnBW/SMIGHT realisiert IoT-Lösungen mit der Bosch IoT Suite
Domänenübergreifende Mobilitäts- und Energielösung

EnBW/SMIGHT realisiert IoT-Lösungen mit der Bosch IoT Suite

SMIGHT nutzt Gerätemanagement- und Edge-Computing-Lösung von Bosch

Ein steigender Bedarf an Ladesäulen für Elektrofahrzeuge und das Wachstum bei erneuerbaren Energien sind nur zwei von vielen Veränderungen, die Energieversorgern wie EnBW neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen. Der deutsche Stromkonzern hat 2014 seinen InnovationsCampus in Karlsruhe gegründet. Ziel war es, unternehmenseigene Start-ups zu fördern, die wiederum neue Geschäftsfelder in der sich verändernden Energiebranche erschließen.

Auf dem Weg ins Internet der Dinge

Aus dieser Initiative ging unter anderem das Start-up SMIGHT hervor, das auf Smart-City-Lösungen spezialisiert ist. SMIGHT identifizierte rasch einige Kernthemen für Stadtinfrastrukturen und Energieversorgung, darunter die Vernetzung von Privatpersonen, Umweltüberwachungsstationen und Ladesysteme für Elektrofahrzeuge.

Als erstes Produkt entwickelte SMIGHT eine multifunktionale Straßenlaterne, in die eine Umwelt-Sensorik, eine Ladestation für Elektrofahrzeuge und WLAN integriert ist. Seither hat das Start-up sein Portfolio erweitert und bietet nun verschiedenste Smart-City-Lösungen an. Dazu zählt eine Parking-Lösung, die mit Bodensensoren arbeitet. So erhalten Kommunen Einblicke in die Auslastung von Parkplätzen und können deren Nutzung optimieren.

Schon bald suchte SMIGHT nach einer Möglichkeit, die verschiedenen Lösungen auf einem einheitlichen technischen Fundament zusammenzubringen. Die Antwort darauf war eine maßgeschneiderte IoT-Plattform. „Wir wollten verschiedene Systeme vernetzen und den Datenaustausch zwischen vielen Teilen eines komplexen Puzzles ermöglichen“, erklärt Ralf Rapude, IT-Projektleiter bei SMIGHT. Eine offene Plattform war dem Unternehmen von vornherein sehr wichtig – sie sollte Geräte auf einfache Art und Weise vernetzen und unterschiedliche Lösungen bündeln. „Wir entwickeln sowohl eigene Produkte, integrieren aber auch bestehende Lösungen, die wir auf dem Markt finden, in unsere Infrastruktur“, erläutert Rapude.

Architekturgrafik, die illustriert, wie SMIGHT/EnBW die Bosch IoT Suite nutzt. Icon lens

Aufbau einer IoT-Plattform

Das SMIGHT-Team wusste, dass Skalierbarkeit für die Datenverarbeitung und -speicherung eine wichtige Anforderung sein wird. Außerdem war es notwendig, viele aktive Geräte zu verwalten. Darüber hinaus legte das Start-up großen Wert auf eine langfristige Geschäftsbeziehung und herausragenden Support.

Da Modularität und Flexibilität im Lastenheft ganz oben standen, war das OSGi-Framework eine naheliegende Option. „Da wir offene Standards bevorzugen, war klar, dass für uns nur eine OSGi-Plattform infrage kommt“, erinnert sich Rapude. „Das ist auch mit Blick auf das Risikomanagement vorteilhaft, da wir so künftig nicht an einen Anbieter gebunden sind.“

Nach sorgfältiger Prüfung wählte SMIGHT die Bosch IoT Suite für Gerätemanagement und Edge-Computing aus. „Überzeugt hat uns, dass Bosch sein etabliertes Produkt kontinuierlich weiterentwickelt. So können wir relativ sicher sein, dass es in absehbarer Zeit nicht eingestellt wird“, sagt Rapude. „Es gibt einige Produkte auf dem Markt, die kurz gehypt werden und schnell wieder von der Bildfläche verschwinden. Dass es die Lösung von Bosch bereits seit längerer Zeit gibt, hat uns in unserer Wahl bestärkt.“

Die IoT-Plattform von SMIGHT nutzt für Edge-Computing die Gateway Software der Bosch IoT Suite. Sie ermöglicht die Vernetzung der verschiedenen Sensorarten und die lokale Datenverarbeitung am Rand des Netzwerks. Geräteseitig verwendet SMIGHT die Bosch IoT Gateway Software auf einem Debian-basierten Betriebssystem. Für das Hardwaremanagement vor Ort nutzt die Plattform zudem den Bosch IoT Remote Manager, den Gerätemanagement-Service der Bosch IoT Suite.

„Da wir offene Standards bevorzugen, war klar, dass für uns nur eine OSGi-Plattform infrage kommt. Das ist auch mit Blick auf das Risikomanagement vorteilhaft, da wir so künftig nicht an einen Anbieter gebunden sind.“
Ralf Rapude, IT-Projektleiter bei SMIGHT

Zukunftsaussichten


SMIGHT plant, in den kommenden fünf Jahren 20.000 Geräte auszurollen. Derzeit wird der Bosch IoT Remote Manager auf Microsoft Azure eingesetzt. Für eine bessere Skalierbarkeit und Zuverlässigkeit läuft die Plattform auf einer Docker-Infrastruktur. Das Team erwägt außerdem, mit dem MQTT-Protokoll dafür zu sorgen, dass Geräte ihre Daten schneller und zuverlässiger übertragen.

SMIGHT ist insgesamt sehr zufrieden mit der Partnerschaft mit Bosch: „Bosch Software Innovations hat eine wichtige Rolle beim Aufbau der Plattform gespielt“, lobt Rapude. „Das Unternehmen hat sich mit unserem Geschäft vertraut gemacht und uns mit flexibler Lizenzierung und maßgeschneidertem Techniksupport unterstützt. Dank der Bosch IoT Suite mussten wir die Basistechnologie nicht selbst entwickeln. Hier können wir auf die Software-Kompetenz der Experten von Bosch Software Innovations vertrauen.“