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Innovationslabor erforscht Geschäftsmodelle rund um das Internet der Dinge und Dienste

  • Denkfabrik erarbeitet neue Anwendungen und Geschäftsfelder
  • Erste Projekte um vernetzte Mobilität und Gebäude
  • Wirtschaftsminister Würth würdigt beispielhafte Partnerschaft

St.Gallen/Waiblingen, 13.09.2012 -

Die Bosch-Gruppe und die Universität St. Gallen (HSG) haben in Anwesenheit von Benedikt Würth, Wirtschaftsminister des Kantons St. Gallen, das Innovationslabor „Bosch Internet of Things & Services Lab – a cooperation of HSG and Bosch“ offiziell in Betrieb genommen. Die Denkfabrik soll Geschäftsmodelle im Internet der Dinge und Dienste (Internet of Things, IoT) finden und erproben. Darüber hinaus soll an der Entwicklung von internetbasierten Produkten und Dienstleistungen gearbeitet werden. An der Forschungseinrichtung auf dem Gelände der Hochschule sind derzeit unter der Leitung von Dr. Markus Weinberger fünf Doktoranden aktiv. Bis 2013 wird die Einrichtung zehn HSG- und Bosch-Mitarbeiter beschäftigen. „Das Internet der Dinge wird in den kommenden Jahren große Teile der Wirtschaft revolutionieren. Wir sehen darin für Bosch ein großes Wachstumspotential, das wir uns auch mit den Ansätzen aus St. Gallen erschließen wollen“, sagte Dr. Siegfried Dais, stellvertretender Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung.

„Die Initiative des Weltkonzerns Bosch bestätigt unseren Weg, den Standort St. Gallen als Technologie- und Wissenszentrum international zu positionieren. Ich bin hocherfreut, dass sich Bosch für dieses Lab für St. Gallen entschieden hat“, betonte Wirtschaftsminister Würth. „Die Gründung des Bosch Innovationslabors ist für die HSG ein wichtiger Meilenstein", erklärte Prof. Thomas Bieger, Rektor der Universität St. Gallen. „Das innovative Format des Labors unterstreicht die Praxis- und Technologieorientierung unserer Universität.“ Prof. Dr. Elgar Fleisch, wissenschaftlicher Leiter des Bosch IoT Labs und Direktor des Instituts für Technologiemanagement (ITEM-HSG) sagte: „Seit mehr als zehn Jahren beschäftigen wir uns mit der Verschmelzung von digitaler und realer Welt. Die Zusammenarbeit mit Bosch ermöglicht und verpflichtet uns noch mehr zum kreativen und gleichzeitig verantwortungsvollen Umgang mit neuen Informationstechnologien zum Wohl von Wirtschaft und Gesellschaft.“

Zu den ersten Forschungsschwerpunkten gehören die Themenbereiche Vernetzte Mobilität und die intelligente Vernetzung von Gebäuden. Operativ begleitet die Bosch Software Innovations GmbH, das Software- und Systemhaus der Bosch-Gruppe, die Denkfabrik. Somit können die Wissenschaftler auch auf die dort vorhandene Expertise zurückgreifen. Bosch Software Innovations setzt bereits gegenwärtig in Singapur eine Software-Plattform als Infrastruktur für Elektrofahrzeuge ein und baut diese schrittweise weiter aus. Mit Hilfe dieser internetbasierten eMobility Solution finden die Fahrer beispielsweise freie Stellplätze mit Ladestationen, was insbesondere in Megacitys von großer Bedeutung ist.

Fahrrad als mobile Werbefläche

Paul Rigger und Thomas von Bomhard arbeiten an einem Projekt, das Fahrräder als mobile Werbefläche nutzen will. Über das Internet können die seitlich an den Zweirädern angebrachten Displays angesteuert werden. Somit ist es beispielsweise möglich, gezielt passende Werbebotschaften dann einzublenden, wenn der Radler in einem bestimmten Gebiet unterwegs ist. Kristina Flüchter ist ebenfalls mit einem Fahrradthema beschäftigt. Sie untersucht die betriebswirtschaftlichen und technischen Voraussetzungen für den Flottenbetrieb von E-Bikes. Sie geht davon aus, dass beispielsweise Hotels, Freizeiteinrichtungen oder Verkehrsbetriebe in Tourismusregionen am gemeinsamen Betrieb von E-Bikes interessiert sein könnten.

Schwerpunkt vernetzte Gebäude

Auch beim zweiten Schwerpunktthema Vernetzte Gebäude können die Wissenschaftler auf die Expertise gleich mehrerer Bosch-Geschäftsfelder zurückgreifen. Dazu gehören beispielsweise Bosch Solar Energy (Energieversorgung), Bosch Thermotechnik (Heizung/Wärmepumpen), Bosch Sicherheitssysteme (Daten- und Zugangsschutz), Bosch Healthcare (Telemedizin und Notrufsysteme), Bosch und Siemens Hausgeräte, Bosch Software Innovations oder auch Bosch Energy and Building Systems (Energiesteuerung). So arbeitet Dominic Wörner an einer intelligenten Steuerung für Heizungen, die beispielsweise frühzeitig Wetterprognosen aus dem Internet verarbeiten kann. Ebenfalls mit der Vernetzung von Gebäuden beschäftigt sich Markus Köhler. Beide gehen der Frage nach, wie die Bewohner oder Nutzer eines Gebäudes aktiv einbezogen werden können, damit mit wichtigen Ressourcen wie Strom oder Wasser sparsamer umgegangen wird.

Kombination aus Wissenschaft und Praxis

Das Bosch IoT Lab nutzt damit die einmalige Kombination aus Wissenschaft und Praxis sowie Betriebswirtschaft und Technologiemanagement. Der Technologiemanagement-Bereich der HSG kooperiert auf dem Gebiet Internet der Dinge und Dienste derzeit mit 50 verschiedenen Unternehmen. „Wir arbeiten an Problemen aus der Wirtschaft für die Wirtschaft“, erklärte Prof. Fleisch und betonte: „Weil wir mit vielen Unternehmen zusammenarbeiten und die großen Fragen nicht unternehmensspezifisch sind, ist die Freiheit der Wissenschaft dabei hundertprozentig gewährleistet“. Der HSG-Professor erforscht insbesondere die betriebswirtschaftlichen Auswirkungen und Infrastrukturen der allgegenwärtigen Computernutzung und hat bereits mehrere Unternehmensgründungen erfolgreich begleitet. Zudem bringt er sein Know-How an der ETH Zürich ein.

Bosch seit 1920 in der Schweiz präsent

Bosch ist seit 1920 in der Schweiz tätig. Unter anderem zählen hierzu die Robert Bosch AG, die Scintilla AG, die Bosch Rexroth Schweiz AG, die Buderus Heiztechnik AG, die Bosch Packaging Systems AG und die sia Abrasives Industries AG. Die Unternehmen der Bosch-Gruppe in der Schweiz beschäftigen rund 3 400 Mitarbeiter und erwirtschafteten im Jahr 2011 einen Umsatz von rund 1,4 Milliarden Schweizer Franken (1,2 Milliarden Euro).

© Bosch Software Innovations GmbH