Für diese Webseite werden Cookies benötigt, um die volle Funktionalität nutzen zu können. Bitte aktivieren Sie Cookies in Ihrem Browser und laden Sie die Website erneut. Anschließend wird Ihnen ein Cookie-Management-Dialog angeboten.

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Komfort- und Statistikzwecke. Sie können die Cookie-Einstellung jederzeit ändern. Klicken Sie dazu "Einstellungen ändern". Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie, bitte, "Ja, einverstanden". Datenschutzhinweise der Bosch-Gruppe

Inhalt

Presse & Medien

Anita Bunk
Leitung Kommunikation

Pilotprojekt in Singapur: E-Mobility Plattform erfolgreich in den Praxisbetrieb gestartet

  • Netz mit 40 Ladestationen bis Ende des Jahres
  • Bosch baut an eigenen Standorten Ladenetz aus
  • Starterpaket für Betreiber von lokalen Infrastrukturen

Waiblingen/Singapur, 16.09.2011 -

Die Infrastruktur für Elektromobile, die Bosch in Singapur derzeit aufbaut, ist erfolgreich in die Praxisphase gestartet. Nach fast drei Monaten sind inzwischen rund ein Dutzend Ladestationen im Stadtstaat in Betrieb. Ihre Zahl wird nun weiter ausgebaut. Bis Ende des Jahres können Fahrer von Elektromobilen an 40 Stationen ihr Fahrzeug wieder aufladen. Die Flatrate zur Nutzung der Ladeinfrastruktur beträgt monatlich 180 Singapur Dollar (rund 105 Euro). Die Ladestationen sind der sichtbare Teil einer Softwareplattform für Elektromobililtät, die von Bosch Software Innovations GmbH entwickelt worden ist. Durch die internetbasierte eMobility Solution finden die Fahrer beispielsweise freie Ladestationen, was insbesondere in Megacitys mit begrenzter Zahl an Stellplätzen und damit Ladestationen von großer Bedeutung ist.

Die offiziell Ende Juni in den Praxisbetrieb übergegangene eMobility Solution ist offen und flexibel ausgelegt, so dass künftig auch weiterführende Geschäftsmodelle oder Mehrwertdienste, wie beispielsweise die Buchung spezieller Tarife oder die Routenplanung mit alternativen Transportsystemen integriert werden könnten. "Gerade in Megacitys werden die vielseitigen Möglichkeiten dieser integrierten Diensteplattform besonders deutlich", sagte Heinz Derenbach, Geschäftsführer der Bosch-Tochter Software Innovations.

Offen für neue Geschäftsmodelle

Die Bosch-Lösung basiert auf der "Visual Rules" Software, die Fachanwendern ermöglicht, Geschäftsregeln IT-gestützt und eigenständig zu definieren und anzupassen. Damit wird auch weiteren Unternehmen ermöglicht, sich mit ihren Geschäftsmodellen in die eMobility Solution zu integrieren. Das können beispielsweise Betreiber von Parkhäusern oder Gebäudekomplexen sein. Diese Lösung ist leicht an bestehende Daten- und Energienetze anzupassen, so dass innerhalb der bereits vorhandenen Infrastruktur einer Stadt der Aufbau eines E-Mobilitätsnetzes individuell erfolgen kann. Die Diensteplattform ist bewusst so offen ausgelegt, dass sich auch konkurrierende Unternehmen beteiligen und Ladestationen unterschiedlicher Anbieter integriert werden können. Damit wird ein offener Wettbewerb um kreative Dienstleistungen rund um die Elektromobilität gezielt gefördert. Der offene und flexible Ansatz eröffnet den Kunden ein breites Leistungsspektrum bei gleichzeitig hoher Datensicherheit.

Starter Package für lokale Infrastrukturbetreiber

Bosch Software Innovations bietet lokalen Infrastrukturbetreibern das eMobility Starter Package, mit dem einzelne Versorger eine lokale Infrastruktur einrichten können. Mit der speziellen Softwareinfrastruktur in Form von Internetdiensten als Software as a Service (SaaS) ermöglicht es einen schnellen Einstieg in den Markt der Elektromobilität. So lassen sich alle Kernfunktionen einer Ladeinfrastruktur komfortabel nutzen, wie beispielsweise die Verwaltung von Ladestationen oder die automatisierte Abrechnung. Bosch bietet damit für Stadtwerke, kommunale Behörden, Parkplatzbetreiber, Handelsunternehmen, Hotels und andere Elektromobilitätsanbieter ein skalierbares Produkt, das bis zur Komplettinfrastruktur ausgebaut werden kann, wie es derzeit in Singapur entsteht.

Bosch baut eigenes Versorgungsnetz in Deutschland auf

In Deutschland baut die Bosch-Gruppe in den eigenen Standorten ein Netz von Ladestationen für Elektromobile auf. Derzeit sind zwölf Stationen an acht Standorten angeschlossen, mit denen das Unternehmen Erfahrungen im Alltagbetrieb sammelt. Weitere Bosch-Standorte in Deutschland werden in den nächsten Monaten folgen.

Projektführung durch das Bosch Software- und Systemhaus

Federführend für die Infrastruktur rund um die E-Mobilität ist Bosch Software Innovations, das Software- und Systemhaus der Bosch-Gruppe. Das Unternehmen mit Sitz in Waiblingen und Immenstaad am Bodensee entwickelt mit derzeit 340 Spezialisten unter anderem Software für Energiemanagement, Mobilität und für die Finanzwirtschaft. Die internetbasierten Lösungen des Software- und Systemhauses zielen darauf, verschiedene Komponenten und Systeme über das Internet so miteinander zu verbinden, dass daraus für Anwender und Betreiber neue Geschäftsmodelle entstehen Seite 3 von 3 können. Dies gilt insbesondere auch für die für Bosch relevanten Techniken aus den Geschäftsfeldern Energie, Mobilität, Gesundheit und Umwelt. In den kommenden Jahren können immer mehr intelligente Systeme über das Internet automatisch miteinander kommunizieren. Experten erwarten, dass das sogenannte "Internet der Dinge und Dienste" in 15 Jahren mehr als 50 Milliarden Komponenten, vom kleinen Sensor bis zum Hochleistungsrechner, untereinander vernetzen wird.