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InnovateIT: Titelstory 1. Ausgabe (März 2012)

Enabling Business Success in a Connected World

01.03.2012 -

Die Zukunft gestalten – mit diesem Ziel agieren Bosch Software Innovations und inubit gemeinsam am Markt. Im nachfolgenden Interview geben Dr. Heinz Derenbach, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bosch Software Innovations GmbH, und Michael Hahn, Vorstandsvorsitzender der inubit AG, Auskunft über den Status quo der Zusammenarbeit und die gemeinsame Vision einer Connected World.

Wofür steht Bosch Software Innovations?

Heinz Derenbach: Bosch Software Innovations ist das Software- und Systemhaus der Bosch-Gruppe. Uns fällt unter anderem die Rolle des Wegbereiters und Innovators für zukunftsweisende, internetbasierte Applikationen zu. Zentrales Thema ist dabei das Internet der Dinge und Dienste sowie die Umsetzung von darauf aufbauenden Geschäftsmodellen. Wir entwickeln Lösungsansätze, mit denen Unternehmen die Welt des Internets der Dinge und Dienste und damit neue Geschäftsmöglichkeiten erschließen können.

Wie groß ist das Unternehmen?

Heinz Derenbach: Bosch Software Innovations beschäftigt heute rund 450 Mitarbeiter – inklusive der neuen Kolleginnen und Kollegen der Berliner inubit AG, die seit Oktober 2011 zur Bosch-Gruppe gehört, sowie unserer Landesgesellschaften in Amerika und Asien. Aktuell sind wir in Deutschland in Immenstaad am Bodensee und Waiblingen / Stuttgart sowie mit inubit jetzt auch in Berlin vertreten. Weitere Standorte befinden sich in den USA mit Chicago, Palo Alto und Vienna (bei Washington) sowie im asiatischen Raum in Singapur. Geplant ist, unser Unternehmen in den nächsten drei Jahren auf mehr als 1000 Mitarbeiter wachsen zu lassen und weitere Standorte aufzubauen.

Wie kam es zu der Übernahme der inubit AG?

Michael Hahn: inubit hat sich in den 12 Jahren seit der Gründung immens weiterentwickelt und als führender Anbieter im Bereich Business Process Management (BPM) im Markt etabliert. Als Start-up 1999 in Berlin gegründet, können wir mittlerweile auf über 450 zufriedene Kunden vorwiegend in der DACH-Region, vereinzelt auch im restlichen Europa und Middle East, verweisen. Um die weitere Internationalisierung zügig voranzubringen, haben wir proaktiv einen starken Partner gesucht – und mit Bosch gefunden.

Schon vor der Übernahme haben wir gemeinsam mit Bosch Software Innovations an Projekten gearbeitet und dabei festgestellt, dass die beiden Unternehmen und das jeweilige Produktportfolio strategisch gut zusammen passen: Beide Kernprodukte – die inubit Suite für BPM und Visual Rules für Business Rules Management (BRM), also das regelbasierte Steuern von Geschäftsprozessen, – ergänzen sich hervorragend. Die Kombination beider Kernkompetenzen bringt nicht nur uns, sondern vor allem auch unseren Kunden enorme Vorteile.

Heinz Derenbach: Hierzu lässt sich noch ergänzen, dass die BPM-Technologie von inubit Bosch beim Ausbau des Geschäftsfelds des Internets der Dinge und Dienste deutlich stärken wird. Durch die inubit-Produkte und -Lösungen bestehen beste Voraussetzungen, um Kernprozesse in Unternehmen mit internetbasierten Geschäftsmodellen zu verknüpfen.

Welche Auswirkungen hat die Übernahme auf die Präsenz von inubit im Markt?

Michael Hahn: Aktuell ist die inubit AG rechtlich gesehen ein eigenständiges Unternehmen, das aber zu 100% zur Bosch-Gruppe gehört. Um die Synergien zwischen den Unternehmen nachhaltig zu nutzen, streben wir eine Verschmelzung der Unternehmen an. Sobald es zu dieser Zusammenführung kommt, werden wir fortan gemeinsam mit unseren neuen Kolleginnen und Kollegen als „Bosch Software Innovations“ am Markt agieren. Unser Portfolio und Servicespektrum bleibt dabei natürlich voll erhalten bzw. wird sich sogar erweitern. In diesem Zusammenhang haben wir uns dafür entschieden, „inubit“ künftig als Dachmarke für alle Kernprodukte von Bosch Software Innovations zu verwenden.

In welchen Schritten ist die Zusammenführung der Unternehmen geplant?

Heinz Derenbach: Seit der Übernahme von inubit im Oktober 2011 haben wir bereits viel bewegt. Zahlreiche Projekte und die konstruktive Zusammenarbeit im Rahmen des PMI (Post Merger Integration) zeigen, dass die Kollegen beider Unternehmen äußerst engagiert sind, ihre gemeinsame Zukunft als Teamleistung zu definieren und zu gestalten.

Uns geht es vor allem darum, das Beste aus beiden Unternehmen zu bewahren und damit eine Grundlage für unsere erfolgreiche Zukunft zu legen. Der erste große Messeauftritt auf der CeBIT, der Ausbau des inubit Training Centers in Berlin hin zum zukünftigen Schulungszentrum von Bosch Software Innovations oder die kombinierte Nutzung der Kernprodukte für unsere Roadmap – all diese Punkte konnten bzw. können nur erfolgreich umgesetzt werden, weil beide Seiten aktiv einbezogen werden. Die eigentliche Verschmelzung ist dann nur noch ein rechtlicher Schritt.

inubit hat bisher stark auf Partner im Markt gesetzt – ändert sich das im Rahmen der gemeinsamen Strategie?

Michael Hahn: Hier wird sich für uns und unsere Partner wenig ändern. In den letzten Wochen haben wir gemeinsam ein Partnermodell entwickelt, das dem bestehenden von inubit sehr nahe kommt. Unsere Partner können wie gewohnt Projekte auf Basis unserer Technologie umsetzen – nur erweitert um zusätzlich Produkte sowie mit der starken Marke Bosch im Rücken.

Welche Vision steckt denn hinter dem Internet der Dinge und Dienste?

Heinz Derenbach: Unsere Vision ist eine Zukunft, in der viele Dinge unseres Alltags intelligent miteinander vernetzt sind. Dazu werden wir bei Bosch Software Innovations aktiv die physische mit der digitalen Welt zusammenführen. Unsere Cloud-basierte Internet Application Platform (IAP), die nun auch die inubit Suite beinhaltet, dient dabei als Herzstück für intelligente Gebäudetechnik, genauso wie für maßgeschneiderte Systemlösungen im Bereich Elektromobilität, um nur zwei Beispiele anzuführen. Die offene Plattform verbindet alle notwendigen Systeme, Geräte und Services. Mobile Geräte und Browser bieten dabei Zugang zu den Diensten und übergeordneten Funktionen.

Im Internet liegt also die Zukunft?

Michael Hahn: Sicher, denn das Internet hat eine rasante Entwicklung genommen – und viele seiner Möglichkeiten lassen sich auch heute erst erahnen. Anfänglich zur Vernetzung von Dokumenten verwendet, dann sich mit dem Aufbau von Internetplattformen zur Vernetzung von Unternehmen und den möglich gewordenen Social Networks weiterentwickelnd, steht jetzt schon die neue Generation des Internets – auch als Web 3.0 bezeichnet – bereit. Im Web 3.0 steht, wie Heinz Derenbach schon treffend beschrieb, die Verbindung der physischen Welt, also von Geräten, mit der digitalen Welt der Prozesse, Regeln und Daten im Vordergrund, um neuartige Geschäftsmodelle zu ermöglichen.

Heinz Derenbach: Und wir bei Bosch Software Innovations stellen uns nun der spannenden Aufgabe, unseren heutigen und zukünftigen Kunden genau diese Mehrwerte, die durch die intelligente Vernetzung entstehen werden, einfach zugänglich zu machen. Dabei sehen wir uns sowohl als technischer Wegbereiter und Serviceanbieter, als auch als Entwicklungsberater für neue Geschäftsmodelle. Denn nicht alles, das machbar ist, ist auch wirklich nützlich und vieles, das nützlich ist, erfordert besondere Sorgfalt hinsichtlich Fehlertoleranz, Sicherheit und Privatsphäre. Letztendlich sehe ich die Web 3.0-Technologien als Chance, die Lebensqualität der Menschen durch innovative Lösungen zu fördern. Das ist der Weg, auf dem wir unseren Kunden klare Wettbewerbsvorteile für ihre Geschäftsfelder liefern.

Was bedeutet das konkret für das Angebotsportfolio?

Heinz Derenbach: Unsere Geschäftstätigkeiten sind auf die Vermarktung von technologisch führenden Softwareprodukten, anspruchsvollen Kundenprojekten und innovativen Cloud Services ausgerichtet. Dafür bieten wir heute und auch in Zukunft ein leistungsfähiges Produkt-, Lösungs- und Dienstleistungsportfolio an, um Kunden bei der Umsetzung ihrer Geschäftsmodelle zu unterstützen. Das Angebot basiert auf unseren bereits erfolgreich im Markt etablierten Softwareprodukten in den Feldern Business Process Management, Business Rules Management und Business Data Management (BDM) sowie dem Device- und Infrastrukturmanagement, mit dessen Hilfe Geräte schnell und einfach mit unserer zentralen Plattform verbunden und registriert werden können. Die Leistungsfähigkeit des Device- und Infrastrukturmanagements haben wir in Pilotprojekten wie zum Beispiel unserer eMobility-Lösung unter Beweis gestellt. Basierend auf diesen Produkten entwickeln wir standardisierte Branchen- und Prozesslösungen, die die Anforderungen einzelner Branchen bzw. Kernprozesse in Unternehmen adressieren, wie zum Beispiel unsere heute schon etablierten Lösungen für Banken, Finanzdienstleister und Industrieunternehmen.

Und unter dem Motto „Enabling Business Success in a Connected World“ wird das Angebot durch innovative Cloud Services in den Feldern Vernetztes Unternehmen, Vernetzte Mobilität, Vernetztes Energiemanagement, Vernetzte Stadt und Vernetzte Industrie abgerundet.

Welche neuen Geschäftsfelder eröffnen sich aus dieser Entwicklung?

Heinz Derenbach: Wie bereits angesprochen arbeiten wir daran, zusätzlich zu den etablierten Business-Systemen, den Geschäftsauftrag von Bosch Software Innovations zu erweitern. Dabei verzeichnen wir bereits erste Erfolge, wie die Entwicklung des eMobility-Ecosystems für den Stadtstaat Singapur. Ein neues eMobility-Starterpaket ist speziell für Firmen konzipiert. Außerdem sind wir mit unserer Expertise in nationalen und internationalen Förderprojekten und Standardisierungsgremien vertreten. Im Umfeld intelligenter Energienetze und Automatisierungstechnik sind wir ebenfalls aktiv auf den Märkten unterwegs und haben geeignete Einsatzszenarien für unsere Systeme und Technologien identifiziert.

Es kommt uns vor allem darauf an, die Kernprozesse unserer Kunden zu adressieren. Dazu versorgen wir sie zum idealen Zeitpunkt mit den passenden Technologien und dem eingehenden Verständnis für das Fachgebiet. Das heißt, dass alle von uns angebotenen Produkte und Lösungen in direkter Wechselwirkung zu den Geschäftsmodellen unserer Kunden stehen.

Bisher sind beide Unternehmen als BPM- bzw. BRM-Anbieter bekannt. Wie ist die Transformation zum Lösungsanbieter für das Internet der Dinge und das Internet der Dienste zu schaffen?

Michael Hahn: Der Technologiekonzern Bosch agiert international in den Bereichen Kraftfahrzeug- und Industrietechnik sowie Gebrauchsgüter und Gebäudetechnik. Mit Bosch Software Innovations und inubit entsteht eine wunderbare Synergie aus den Kompetenzen der Bosch-Unternehmensbereiche mit der Expertise hinsichtlich prozessorientierter und regelbasierter Anwendungen und moderner hochverteilter Softwarearchitekturen. Mit der Regel- und Prozessmanagementtechnologie können wir das fach- und branchenspezifische Knowhow unserer Kunden in unsere domänenunabhängigen Plattformen und Systemkomponenten integrieren. Wir sind in der Lage, in recht kurzer Zeit leistungsfähige und zuverlässige Anwendungen für verschiedene Einsatzbereiche zu entwickeln.

Und welchen konkreten Nutzen gewinnen die Kunden?

Heinz Derenbach: Wir gelten weltweit als innovativer und fairer Partner mit großer technologischer Expertise. Die erwähnten Konzepte stecken in all unseren Werkzeugen und Plattformen, die wir unseren Kunden und Partnern an die Hand geben können, um selbst Anwendungen zu erstellen. Neben den üblichen Lizenzmodellen setzen wir in Zukunft auch auf Geschäftsmodelle wie Software-as-a-Service, zum Beispiel für die Prozess- und Regelmodellierung via Webbrowser, und wie System-as-a-Service, bei dem wir unseren Kunden und deren Partnern Endnutzerservices für ihren spezifischen Einsatz rund um die Uhr zur Verfügung stellen wollen. Das unterstützt unser Bestreben, mit unseren Kunden langfristig intensiv zusammenzuarbeiten und dabei als verlässlicher Partner aufzutreten.

Enabling Business Success in a Connected World