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Bosch verbündet sich mit Vodafone

von Matthias Krust

Der Technologiekonzern Robert Bosch und der Mobilfunker Vodafone arbeiten bei der Internet-Vernetzung von Gebrauchsgegenständen zusammen. Durch den Einbau von SIM-Karten in Geräte, Fahrzeuge und Maschinen sollen diese miteinander oder mit zentralen Internet-Plattformen kommunizieren können.

07.03.2011 -

Die Bosch-Gruppe will das Angebot flexibel vernetzter Produkte und Dienstleistungen ausbauen. Dazu hat sich der Automobilzulieferer und Technologiekonzern nun mit dem international aufgestellten Mobilfunkanbieter Vodafone verbündet. Künftig wollen beide Unternehmen gemeinsam ein Lösungspaket anbieten, das die automatische Kommunikation von Geräten und Systemen ermöglicht. "Geräte des täglichen Gebrauchs werden immer intelligenter und vernetzter. Unsere Aufgabe ist es nun, die Möglichkeiten von Web-Anwendungen, Cloud-Computing und neuen innovativen Geschäftsmodellen mit vernetzbaren Embedded Systemen zu verbinden“, betont Heinz Derenbach, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bosch Software Innovations GmbH.

Bosch sieht im so genannten "Internet der Dinge" - also in der Vernetzung von Gebrauchsgegenständen, Fahrzeugen und Maschinen - ein großes strategisches Wachstumsfeld. Weil immer mehr Geräte über das Internet miteinander verbunden sind, dürften den Stuttgartern zufolge völlig neue Dienstleistungen entstehen. Um sich in diesem Markt zu positionieren, hat Bosch 2010 das Software- und Systemhaus Innovations Software Technology GmbH aus Immenstaad übernommen und zum Jahresbeginn mit neuem Namen integriert. Im Geschäftsjahr 2007/2008 schrieb das Unternehmen einen Umsatz von 11,2 Millionen Euro. Zum Zeitpunkt der Übernahme beschäftigte es 120 Mitarbeiter.

Ein großer Test für künftige Mobilitätssysteme findet derzeit in Singapur statt, wo Bosch ein komplettes E-Mobility-System aufbaut. Die Basis bildet eine Sofwareplattform, über die Autos zur nächsten Ladestation gelotst und die Strombetankungen abgerechnet werden. Weil die Plattform bewusst offen ausgelegt worden ist, können auch dritte Unternehmen wie Parkplatzbetreiber bzw. Einzelhändler dort ihre Dienstleistungen anbieten.

Fernwartung soll Kosten senken

"Die Zusammenarbeit mit Bosch bedeutet für uns, dass wir Herstellern die Möglichkeit bieten können, weltweit verschiedenste Geräte einfach und kabellos zu verwalten", erklärte Nick Jefferey, Vorsitzender der Vodafone Global Enterprise. Mit den Software- und Kommunikationslösungen der beiden Unternehmen werden beispielsweise Aufzüge oder Klimaanlagen kabellos über das Internet mit einem automatischen Überwachungssystem verbunden. Anwendern wird so die Möglichkeit geboten, weltweit verschiedenste Geräte einfach zu verwalten sowie Funktionen und Dienstleistungen wie Wartung oder Fernüberwachung kosteneffizient zu implementieren.

Die Basis für die Vernetzung bildet der Einbau von Mobilfunk-SIM-Karten in die Geräte. Für die weltweite Kommunikation sorgt die Global Data Service Plattform (GDSP) von Vodafone. Über eine sogenannte Machine-to Machine-Plattform – kurz M2M – ist ein automatisierter Informationsaustausch zwischen Endgeräten wie Maschinen, Automaten, Fahrzeugen oder Containern untereinander oder mit zentralen Internet-Plattformen möglich. Bosch bringt die so genannte Multi-Service-Plattform (MSP) sowie seine Erfahrung in der Entwicklung von vollintegrierten Systemen (embedded), verteilten Prozessen und Workflows ein.