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Was verbindet Rundsteuertechnik und Smart Metering?

Berlin, 30.06.2014 -

Bosch Software Innovations entwickelt im Auftrag des Verteilnetzbetreibers Stromnetz Berlin GmbH (Vattenfall-Gruppe) eine innovative IT-Plattform für die Unterstützung des Last- und Erzeugungsmanagements in Berlin.

So war es bis gestern
Bei der teuren und technologisch veralteten Tonfrequenz-Rundsteuertechnik erfolgte die Übertragung der Steuersignale durch die Einkopplung von großen, leistungsintensiven und teuren Anlagen in das vorhandene Stromnetz. Die Tonfrequenz-Signale wurden über das Stromnetz gesendet, was bei den immer häufiger auftretenden Störungen im Stromnetz zu Übertragungsproblemen führte. Zudem wurde dieses Verfahren zunehmend störanfällig, da der steigende Einsatz elektronisch gesteuerter Geräte in Haushalt, Industrie und Gewerbe immer wieder Signalstörungen hervorruft.

So funktioniert es ab heute
Die neue IT-Plattform nutzt ein von der Stromnetz Berlin GmbH in Partnerschaft mit der e*Message Wireless Information Service Deutschland GmbH konzipiertes Broadcast System. Dabei werden Steuerungssignale über ein eigenes Funknetz der Firma e*Message übertragen. Dieses Funknetz hat den Vorteil, dass die Signale mit bundesweit gleichmäßig hoher Netzabdeckung übermittelt werden können - und dies kostengünstig und an beliebig viele Empfänger gleichzeitig. Das Funksignal durchdringt selbst meterdicke Betonwände und ist somit anderen Übertragungswegen wie dem Mobilfunknetz oder (A)DSL überlegen.

Darüber hinaus wurde den Anforderungen nach Schutz sicherheitskritischer Infrastrukturen von Anfang an Rechnung getragen: Die Übertragung der Funksignale (Broadcasting) erfolgt verschlüsselt und sicher gemäß der Sicherheitsanforderungen der TR-03109 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik für Smart Meter Gateways.

Für die Stromnetz Berlin GmbH bedeutet dies, dass mit Einsatz der neuen Broadcast Technologie ca. 30.000 angeschlossene Erzeugungs- und Verbrauchsanlagen - wie Photovoltaik-Anlagen, Wärmepumpen, Elektrospeicherheizungen, BHKW, Ladesäulen und die nicht-öffentliche Beleuchtung (Betriebsgelände) - nicht nur ein- und ausgeschaltet, sondern auch Leistung, Energieeinspeisung und Energieverbrauch stufenweise angepasst werden können. Dies ist ein wichtiger Schritt zum smarten Energienetz. So werden mit diesem System bereits Ladezeiten von Nachtspeicheröfen gemäß Wettervorhersage automatisch optimiert und Betriebsanlagenbeleuchtungen je nach Wettersituation, Sonnenauf- und -untergangskalender sowie benötigter Helligkeit gedimmt.

Wie kann das Broadcast-System auch bei Smart Metering unterstützen?
Smart Metering steht in erster Linie für die intelligente Zählerfernauslese. Mit dem geplanten Einsatz von intelligenten Messsystemen – intelligente Zähler plus Smart Meter Gateways – erweitert sich der Anwendungsbereich des Smart Metering beispielsweise bei kritischen Netzzuständen auf die verschlüsselte Leistungsreduzierung durch Schaltung von Einspeiseanlagen oder die gezielte Steuerung (Demand Side Management) von Verbrauchern.

Das Broadcastsystem kann hier als zuverlässige Option in kommunikationstechnisch unzureichend ausgestatteten Gebieten oder bei bautechnisch schwer erreichbaren Gateways eingesetzt werden, um schnell und sicher eine Vielzahl von Anlagen zu erreichen und differenziert zu steuern.