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Inhalt

Quelle: Bosch Software Innovations (dem Gartner Hype Cycle entlehnt)

Smart Grid Hype Cycle

Smart Grids Veranstaltung Baden Württemberg

22.10.2014 -

Am 30.09.2014 trafen sich die Mitglieder des Smart Grids-Plattform Baden-Württemberg e.V., in dem Akteure aus der Energiewirtschaft, Industrie, Politik und Wissenschaft gemeinsam an wesentlichen Aufgaben und Zielen zur Weiterentwicklung und Verbreitung von Smart Grids relevanten Themen arbeiten. Das Event wurde dieses Mal unter der Schirmherrschaft des Vereins durch den Gastgeber Bosch Software Innovations im Haus Heidehof ausgerichtet. Als Highlight am Rande wurden die Teilnehmer durch die Bosch-Villa geführt, die einen sympathischen Einblick in das Leben des Robert Bosch und als Abschluss auf dem Turm eine wunderbare Aussicht auf das sonnenbeschienene Stuttgart bot.

Vernetzte Intelligenz – das Zusammenspiel von Geräten und Software im Smart Grid

Das inhaltliche Programm stand unter dem Motto „Vernetzte Intelligenz – das Zusammenspiel von Geräten und Software im Smart Grid“. In der Podiumsdiskussion diskutierten Dr. Martin Konermann (Netze BW), Irmhild Maschka (AMA-Systems), Jan Sagefka (Bosch KWK Systeme) und Johannes Stein (DKE), in wie weit Smart Grids ein Hype oder eine Notwendigkeit sind - für die Energiewende, für eine sinnvolle Ausrichtung des Energiemarktes und für die Netzstabilität.

Konträr diskutiert: Smart Grids – Hype oder Notwendigkeit?

Hype oder Notwendigkeit? Oder vom „Technologischen Auslöser“ (engl. „Innovation Trigger“) zum „Plateau der Produktivität“ („Plateau of Productivity“), wie Gartner in seinen Hype Cycles die Entwicklung einer Innovation bis zur Produktivität in einer typischen Verlaufskurve darstellt. Entlang dieses Entwicklungsmodells führte der Gastgeber und Moderator Sven Wagner (Bosch Software Innovations) die Teilnehmer durch die Diskussion.

Unterschiedlichste Aspekte wurden diskutiert:

  • Inwiefern nutzen uns in Deutschland internationale Normen wie IEC 60870 und IEC 61850, sowie die weiteren circa 800 deutschen Normen im Bereich der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik für den Bereich Smart Grid? Kann man diesen Normen-Komplex nicht vereinfachen?
  • In wie weit lohnen sich KWK-Anlagen noch, da wir heute weniger über Grundlast als über den Bedarf an Flexibilitäten sprechen?
  • Ist das Grid schon Smart, wenn es nicht auf die Höchstlast ausgebaut wird, die nur an 300 Stunden im Jahr (in Deutschland) nachgefragt wird – und wenn stattdessen die volatilen Erzeugungsanlagen integriert werden?
  • Smart Grid: Ist das nicht letztlich die „alte" Rundsteuerung in neuen Schläuchen?
  • Können „Windspeicheröfen“ leisten was Nachtspeicheröfen versprachen?
  • Darf ein „ideales Marktdesign“ auch netzfeindliche Modelle zulassen?
  • Ist bei der Einbindung kleiner Anlagen und Geräte bereits Ernüchterung eingetreten, weil der Nutzen den Aufwand nicht rechtfertigt?

Einheitlich bewertet: Smart Grids – an der Schwelle zum „Anstieg“

Trotz kontroverser Diskussion waren sich die Diskussionsteilnehmer zum Schluss bei der Einordnung des Themas Smart Grid in der Hype Cycle-Entwicklungskurve (s. Grafik) überraschend einig. Das „Tal der Enttäuschung“ sei in Europa bereits durchschritten, und der Anstieg auf dem „Pfad der Erleuchtung“ stehe unmittelbar bevor.

Als Voraussetzung wurde genannt, dass die Initialprojekte, die heute auf den Weg gebracht sind, erfolgreich abgeschlossen würden und somit die Energiewende ermöglicht werde.

In diesem Sinne: Erwarten wir viel von der nahen Zukunft für Smart Grids.