Für diese Webseite werden Cookies benötigt, um die volle Funktionalität nutzen zu können. Bitte aktivieren Sie Cookies in Ihrem Browser und laden Sie die Website erneut. Anschließend wird Ihnen ein Cookie-Management-Dialog angeboten.

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Komfort- und Statistikzwecke. Sie können die Cookie-Einstellung jederzeit ändern. Klicken Sie dazu "Einstellungen ändern". Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie, bitte, "Ja, einverstanden". Datenschutzhinweise der Bosch-Gruppe

Inhalt
Sven Wagner - Energy

Sven Wagner
Director ConnectedEnergy
Tel. +49 30 726112-0

Energieanlagen zu Virtuellen Kraftwerken bündeln

OptNetzE: Stromnetze brauchen Virtuelle Kraftwerke

24.07.2015 -

Im Förderprojekt OptNetzE (Optimierung des integrierten Betriebs von Übertragungs- und Verteilnetzen bei zunehmend fluktuierender Erzeugung und flexiblen Lasten) erforschen die Partner das Konzept des Virtuellen Kraftwerks als Aggregator von Energieressourcen.

Die Erneuerbaren bringen Ungleichgewicht in die Netze. In der 50Hertz-Regelzone stehen 30% der bundesweiten regenerativen Erzeugung nur 20 % der gesamtdeutschen Last gegenüber. In ländlich geprägten Netzen findet man einen massiv steigenden Anteil erneuerbarer Energieerzeugung, die Potenziale für steuerbare Lasten dagegen zeigen sich zunehmend in den städtischen Netzen, z.B. durch Elektromobilität. Und nicht nur Elektrizität, auch spartenübergreifende Power-to-Heat und Power-to-Gas Wandlungsprozesse müssen berücksichtigt werden, um einen effizienten und integrierten Netzbetrieb zwischen ÜNB und VNB zu gewährleisten.

Daher ist es notwendig, die Verfahren zum Ausgleich fluktuierender Erzeugung und auch der flexiblen Lasten unter Einbeziehung aller Akteure – vom Übertragungs- und Verteilnetzbetreiber bis hin zum Erzeuger und Verbraucher – durch einen integrierten Netzbetrieb weiterzuentwickeln und zukunftsfähig zu organisieren.

Das ist die Zielsetzung des Förderprojekts OptNetzE (Optimierung des integrierten Betriebs von Übertragungs- und Verteilnetzen bei zunehmend fluktuierender Erzeugung und flexiblen Lasten). Konkret heißt das: Im OptNetzE-Projekt erforschen die Partner das Konzept des Virtuellen Kraftwerks als Aggregator von Energieressourcen im Kontext eines vereinheitlichten Netzbetriebs, in dem Last- und Erzeugungsmanagement sowie die Koordinierung von verteilten Power-to-Heat- und Power-to-Gas-Anlagen Anwendung finden und aktiv zur Unterstützung der Netzsicherheit beitragen. Neben der Netzsicherheit werden aus dem Projekt nach Ende der Laufzeit auch wirtschaftliche Vorteile erwartet, wie z.B. Kostenreduzierungen für den Netzausbau und eine gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit der Anlagenbetreiber aufgrund der Flexibilisierung des Netzbetriebs, beispielsweise durch Power-to-Heat.

Projektpartner sind die Technische Universität Berlin, B.A.U.M. Consult, BTB Blockheizkraftwerks- Träger- und Betreibergesellschaft mbH Berlin, Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg, Stromnetz Berlin GmbH, E.DIS AG, 50Hertz Transmission GmbH und Bosch Software Innovations, die die Software für das Virtuelle Kraftwerk, den Virtual Power Plant Manager , in das Projekt einbringt. Das Projekt startete im Juli 2015, die letzten Meilensteine sind im Sommer 2018 vorgesehen.

Die Stromnetze unterliegen der Regulierung durch die Bundesnetzagentur. Im derzeitigen System der Anreizregulierung gibt es Fünf-Jahres-Zyklen. Im Jahre 2019 startet die neue Regulierungsperiode. Die Ergebnisse dieses Forschungsprojektes können somit auch in die Diskussion über die weitere Aufgabenausgestaltung und deren regulatorische Berücksichtigung einfließen.